Themenbereiche für Vorträge

Nachfolgend finden Sie ein paar wenige ausführliche Vortragsthemenbeschreibungen. Dabei handelt es sich nur um eine kleine Auswahl. Aufgrund meiner über 20 jährigen klinisch-wissenschaftliche Erfahrung kann ich über nahezu jedes Schlafthema sprechen. Jeden Vortrag passe ich an die jeweiligen Wünsche der Auftraggeber bzw. des Publikums an. Meine Vorträge sind so konzipiert, dass ich auch jederzeit spontan - während des Vortrages- auf die Bedürfnisse des Auditoriums eingehen kann.

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Die schlaflose Gesellschaft

In diesem Vortrag möchte ich etwas von der Faszination des Mythos Schlaf erzählen. Warum schläft der Mensch, wann und wie sollten wir schlafen und wie viel von dem köstlichen Gut benötigten wir wirklich? Kann der Mensch zu viel oder zu wenig schlafen?

Lange Zeit hat die Medizin den Schlaf verschlafen. Aber die Erkenntnisse zum Schlaf haben infolge zunehmender Forschungstätigkeiten in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Heute wissen wir, dass fehlender Schlaf körperlich und psychisch krank machen kann. Mit jeder schlaflosen Nacht steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfälle und ein verkürztes Leben. Schlafstörungen können depressiv machen und Angststörungen hervorrufen. Psychische Störungen sind für viele Frühberentungen verantwortlich. Neueste Studien zeigen, dass chronische Schlafstörungen Demenzen begünstigen können.

Frauen schlafen anders als Männer. Aber schlafen Frauen in Partnerschaften besser allein oder zu zweit? Träumen die Geschlechter unterschiedlich? Die Funktion und Bedeutung des Schlafs ist noch immer nicht vollständig geklärt. Doch die Forschungen der letzten Jahrzehnte bringen langsam Licht in das Dunkel der Nacht. Davon möchte ich Ihnen erzählen.

Es soll aber auch darum gehen, wie der Schlaf des Einzelnen auf unsere Gesellschaft wirkt und diese prägt. Wie steht es mit der Verkehrssicherheit im Straßen-, Bahn- und Luftverkehr, wenn LKW-Fahrer und Piloten mit Schlafmangel und Schlafstörungen sich wie Geisterfahrer verhalten? Wie viele tödliche Unfälle auf Autobahnen, Flugzeug- und Umweltkatastrophen könnten durch ausreichenden und gesunden Schlaf vermieden werden?

Noch immer wird Schlaf mit Faulheit und fehlender Dynamik assoziiert. Wenig zu schlafen ist hipp. Wer erfolgreich sein will, darf nicht schlafen! Aber wie vernünftig und rational sind die Entscheidungen der vielen schlaflosen und übermüdeten Spitzenpolitker und Führungskräfte in unserer Wirtschaft? Sind lange Nachtsitzungen für wichtige Entscheidungsfindungen aus schlafmedizinischer Sichtempfehlenswert?

Andererseits sind einige gesellschaftliche Rahmenbedingungen Schlafräuber. Deutschland steht zu früh auf. Das Sprichwort sagt, der frühe Vogel fängt den Wurm. Aber Schule und Arbeit beginnen so früh, dass für viele der Wurm drin ist. Die Schichtarbeit, die hohe Arbeitsverdichtung und zunehmender Stress machen uns schlaflos. Sie fördern eine unausgeschlafene Gesellschaft. Macht uns Schichtarbeit krank und dumm? Sind Schichtsysteme, wie bei der Polizei oder im Gesundheitssystem in Deutschland üblich, überhaupt noch zeitgemäß?

Der Mensch schläft weniger als vor 100 oder 1.000 Jahren. Welche Auswirkungen hat die moderne Gesellschaft mit neuen Medien wie Smartphones, Tablet PCs und Internet auf den Schlaf? Die ständige Erreichbarkeit powert uns aus, macht schlaflos und ist ungesund. Vor allem der Schlaf von Jugendlichen leidet unter dem Einfluss der neuen Medien. Wer nachts noch mit dem Smartphone oder dem Tablet daddelt und im Internet surft, schläft weniger und hat in der Folge schlechtere Schulleistungen. Der Schlaf hat keinen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Brauchen wir eine neue Schlafkultur?

Anhand der neuesten schlafmedizinischen Erkenntnisse möchte ich am Ende des Vortrages in Form von Thesen, Lösungswege in eine ausgeschlafene, leistungsfähige und gesunde Gesellschaft aufzeigen. Weiterhin gebe ich klinisch und wissenschaftlich abgesicherte Empfehlungen, wie jeder Einzelne, sich selbst wieder zu einem besseren Schlaf führen kann und so seine „eigene Schlaftablette“ wird.

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Liebe, Schlaf und Partnerschaft

In diesem Vortrag gehe ich stets mit einem Lächeln und Augenzwinkern auf die Beziehung zwischen Mann und Frau ein. Ich spreche in diesem humorvoollen, aber dadurch nicht minder wissenschaftlichem Vortrag, wie der Schlaf, Schlafstörungen und das Schlafverhalten die Liebe und die Partnerschaft beeinflussen. Dabei geht es unter anderem um folgende Themen:

Wie unterscheiden sich Mann und Frau im Bett? Schlafen Frauen besser alleine und Männer besser zu Zweit?

Wie beeinflußt der Chronotyp die Beziehung? Wie sieht es mit der Sexualität aus, wenn einer von beiden abends auf dem Sofa einschläft und der andere dafür morgens nicht rauskommt? Wie lange halten die Beziehungen bei unterschiedlichem Chronotypus? Gibt es mehr Konfliktpotential bei unterschiedlichen Schlafenszeiten oder ist es für die Beziehung förderlich, wenn beide aus schlaftechnischen Gründen gar nicht so viel gemeinsam unternehmen?

Sind Eulen tatsächlich weniger treu und haben mehr wechselnde Beziehungen und Sexualpartner?

Sind Lerchen und Eulen unterschiedlich? Warum sagt man Eulen mehr Kreativität und Intelligenz und den Lerchen mehr Pünktlichkeit und Akkuranz nach?

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Endlich wieder gut schlafen!

Schlafstörungen sind häufig und weit verbreitet. Sie haben den Status einer Volkskrankheit. Interessanterweise werden aber viele von ihnen in unserem Gesundheitssystem nicht als solche „behandelt“. Sie werden häufig bagatellisiert und nicht ernst genommen. „Schlafen tun wir doch alle schlecht“, sagte vor Kurzem sogar eine Mitarbeiterin einer großen Gesundheitskasse in Deutschland. Deswegen muss man doch nicht gleich ins Krankenhaus. Tatsächlich führen Schlafstörungen zu enormen gesundheitlichen Belastungen und volkswirtschaftlichen Kosten. Sie können schwere Erkrankungen herbeiführen und die Lebenserwartung verkürzen. klinisch-wissenschaftlich werden mehr als 50 Formen unterschieden.

Ein ganz wesentlicher Aspekt dieses Vortrages ist die verständliche und ausführliche Darstellung von Schlafstörungen. Dabei möchte ich die neuesten Erkenntnisse zu den jeweiligen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten erläutern. Zur besseren Veranschaulichung führe ich zu den einzelnen Punkten viele Patientenbeispiele aus meiner täglichen Praxis an. Ganz wichtig ist mir die Vermittlung von selbstwirksamen Behandlungsmöglichkeiten. Was kann jeder Einzelne tun, um seine Schlafstörung erfolgreich selbst zu behandeln, seine „eigene Schlaftablette“ zu werden? Dort, wo das nicht geht, möchte ich das Für und Wider der verschiedenen schlafmedizinischen Behandlungsoptionen verständlich erläutern. Mein Ziel ist es, Sie zum „Experten in eigener Sache Schlaf“ zu machen. Nur so können Sie die bestmögliche Therapiestrategie gemeinsam mit Ihrem Arzt ermitteln und die bestmögliche Behandlung bekommen.

Bei der Darstellung der Schlafstörungen stehen die „großen Drei“ im Vordergrund:

  • Ein- und Durchschlafstörungen,
  • Schlafapnoe-Syndrome (krankhaftes Schnarchen) und
  • die unruhigen Beine (Restless-legs-Syndrom).

Weniger häufige Störungen des Schlafs, wie z. B. nächtliche Albträume, Schlafwandeln oder die chronischen Müdigkeitssyndrome sollen ebenfalls nicht zu kurz kommen. Auch das gutartige Schnarchen, kein Thema der Medizin, aber eines des genervten und häufig schlaflosen Bettpartners, soll hinsichtlich seiner Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten beschrieben werden.

Selbstverständlich werde ich auch auf die Funktion und Bedeutung des Schlafes für die Gesundheit, das Leistungsvermögen und die Gesellschaft eingehen.

Im Vortrag möchte ich ebenso erläutern, wie unsere Gesellschaft und insbesondere unser Gesundheitssystem die Entstehung und Chronifizierung von Schlafstörungen fördert. Schlafstörungen müssten bei veränderten „Rahmenbedingungen“ nicht notwendigerweise in dieser Häufigkeit in unserer Gesellschaft auftreten. Deswegen stelle ich am Ende des Vortrages Maßnahmen vor, die in der Lage sind, uns von der Folter „Schlafstörung“ zu befreien.

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Tagesschläfrigkeit -wir leben in einer unausgeschlafenen Gesellschaft

In diesem Vortrag gehe ich auf die Auswirkungen von Schläfrigkeit und Übermüdung auf unsere Gesundheit und unsere Leistungsfähigkeit ein.

In Deutschland sterben mehr Menschen auf unseren Straßen infolge Sekundenschlaf am Steuer als infolge Alkohol am Steuer. 21 Prozent aller kritischen Ereignisse in der Luftfahrt sind auf Übermüdung von Piloten und Flughafensicherheitspersonal zurückzuführen. Zahlreiche Umweltkatastrophen sind die Ursache von Schlafstörungen, Nachtarbeit oder einfach nur Schlafmangel. Jugendliche mit Schlafstörungen zeigen schlechtere Schulleistungen.

Welche gesellschaftlichen und welche gesundheitspolitischen Gegebenheiten sind für unsere unausgeschlafene Gesellschaft verantwortlich zu machen? Welche Wege gibt es für jeden Einzelnen von uns zu mehr Schlaf, Wachheit und Leistungsvermögen? Auf diese wichtigen Fragen gebe ich Antwworten und stelle Thesen zu einer ausgeschlafeneren Gesellschaft vor.

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Schlafstörungen bei Schichtarbeit

Seit der Erfindung der Glühbirne durch Edison leben wir in einer 24 Stunden Non-Stop Gesellschaft.Mit dem Beginn der Industrialisierung wurde der Schlaf für die Industrie zum nutzlosen Störfaktor. So galten der ausgeweitete Schlaf in der Nacht und auch der Schlaf am Tag als Produktionshemmnis und wurden mit Ineffektivität, Müßiggang und Faulheit gleichgesetzt. Wer lange schlief, galt als Faulpelz, und die Kirche betrachtete ihn als Sünder. Schließlich hatte Gott den Menschen aus dem Paradies vertrieben, dass er Buße tat. Nachdem der Strom, die Glühbirne und Maschinen erfunden worden waren, die weder Pausen noch Schlaf brauchten und rund um die Uhr arbeiten konnten, erkannte man die menschliche Schwäche, die den Produktionsprozess unnötig hemmte: Er wurde müde. Zur effektiven Auslastung der Produktions- und Industrieanlagen wurde die Schichtarbeit eingeführt

Jeder 6. deutsche arbeitet in Schicht oder schichtnahen Diensten. Schichtarbeit nimmt zu. Schichtarbeit geht mit nicht unerheblichen Gesundheitsrisiken einher. Aber müssen wir die negativen Auswirkungen der Schichtarbeit hinnehmen?

In meinem Vortrag gehe ich auf Möglichkeiten der Kompensation der schichtbedingten Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsvermögen ein. Wie sieht die optimale Schichtplangestaltung aus? Gibt es pharmakologische Hilfen bei Schichtarbeit und falls ja, welchen Nutzen und Risiken haben diese. Welche verhaltensweisen des Einzelnen können Schichtarbeit erträglich machen und deren Risiken minimieren. Welche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntisse und Behandlungsmethoden gibt es bei Schlafstörungen infolge Schichtarbeit. Dabei stütze ich mich auf Erfahrungen mit Gesundheitsangeboten in Schichtbetrieben, wie ich sie bei einigen Großunternehmen eingeführt habe.